So absurd es sich anhören mag – es gibt tatsächlich Leute, die gerne Windows auf ihrem Mac installiert haben möchten. Zum Einen wären da die, die auf ein bestimmtes Programm angewiesen sind, sei es beruflich oder privat, zum Anderen sind es die (Casual-)Gamer, die für die meisten Spiele nunmal auf Windows angewiesen sind, da es keine Portierung für OS X gibt.
Erstere sind sicherlich mit Parallels gut bedient. Dies ist ein Programm, welches euch ermöglicht ein zweites Betriebssystem gleichzeitig zu starten. Das sieht dann ungefähr so aus. Allerdings liefen in diesem Fall sogar neben OS X zwei verschiedene Windows-Installationen. Allerdings benötigt man für aktuelle Spiele die volle Rechenleistung, die man über die Virtualisierung nicht bekommt. Naja hierauf möchte ich in diesem Beitrag allerdings nicht weiter eingehen.
Ich wollte nun ein aktuelles Spiel ansehen, welches nur für PC und Konsolen erschien, nicht aber für OS X. Naja nicht weiter schlimm dachte ich mir, eine Windows 7 Version
besitze ich sowieso und OS X bietet ja einen super Assistenten namens BootCamp an, der einem die vorhandene Festplatte in zwei verschiedene Partitionen formatiert. In meinem MacBook habe ich ja eine 80GB SSD sowie eine HDD mit 500GB Speicherplatz. Nun wünschte ich, dass BootCamp 20 GB der SSD abzwackt und daraus eine Windowskompatible Partition für das Setup macht.

Alles ganz wunderbar, BootCamp lädt die nötigen Windowstreiber, trennt die Festplatte in zwei Teile, wie gewünscht, und startet dann das MacBook neu um das Setup vom DVD-Laufwerk zu starten.
Nun startet das MacBook von alleine wieder und lädt die Setup-DVD, in diesem Fall von
Windows 7. Denkst’e… Da ich das Laufwerk aus dem MacBook ausgebaut habe, um HDD sowie SSD gleichzeitig nutzen zu können, wird es an dieser Stelle nicht weiter gehen. Das per USB angeschlossene Laufwerk wird zwar zu Anfang Geräusche machen, die vermuten lassen, dass die CD gelesen wird, dennoch wird nach einiger Zeit nichts mehr geschehen. Das liegt daran, dass der Mac für die Installation keine externen Laufwerke zulässt. So ein Mist. Das ist typisch Apple. Möglicherweise muss ich mein MacBook dazu Jailbreaken? Spaß beiseite. Ich möchte also nun Windows auf meinen MacBook haben.
Nach kurzem Googlen wurde mir ein Programm namens rEFIt empfohlen, mit dem es angeblich möglich sei, Windows vom externen Laufwerk zu starten. Es ersetzt das standardmäßige Bootmenü.
Ging aber auch nicht.
Dann sind da noch diverse Anleitungen im Netz, die beschreiben, wie man die Installationsdateien auf einen USB-Stick kopiert und von dort startet. Wider Erwarten ging das aber auch nicht. Keine Ahnung wieso die beiden Methoden bei den Personen, die es empfahlen, angeblich funktionierte. Das System bzw. die Hardware dahinter dürfte ja identisch oder zumindest ähnlich sein.
Mir kam die Idee, dass man möglicherweise Windows an einem PC auf eine externe Festplatte installieren könnte und diese dann auf die Festplatte des Macs im Festplattendienstprogramm kopieren könnte. Leider lässt sich Windows nicht auf USB-Geräte installieren… Man könnte nun noch die Festplatte in den PC einbauen und nach dem Setup wieder per USB anschließen (es gibt da solche S-ATA zu USB Adapter für ganz kleines Geld oder man baut die Platte direkt im Vorfeld aus dem externen Gehäuse aus) um dann die Daten zu kopieren. Eine Garantie, dass sich die Partition dann einfach so kopieren lässt, gibt es allerdings nicht und der Aufwand war mir dann einfach zu groß.
Ich kam zu dem Entschluss, dass es das Einfachste sei, das Laufwerk temporär wieder einzubauen. So lief es dann auch einwandfrei. Es soll aber Leute geben, die sich das nicht zutrauen oder zu grobmotorisch sind.
Naja, jetzt läuft es ja – und das ziemlich gut!